Human Resources Strategy for Researchers (HRS4R)

HR Excellence in ResearchDie Fachhochschule Brandenburg (FHB) ist ein relativ junger Hochschulstandort mit wirtschaftlichen und technischen Studiengängen und verfolgt seit ihrer Gründung 1992 den Ausbau und die Vertiefung ihrer Forschungsaktivitäten. Die FHB bekennt sich zu den Prinzipien der „European Charter for Researchers and The Code of Conduct for Recruitment“ und setzt die europäische Initiative „Human Resources Strategy for Researchers“ (HRS4R) um. Diese will das Bewusstsein für eine Forschungskultur an Hochschulen stärken und die Umsetzung der Prinzipien der Europäischen Charta für Forschende und des Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschenden an der Fachhochschule Brandenburg fördern.

Ziele von HRS4R

Ein Ziel ist es, mit qualitätsgesichertem Personalmanagement bessere Arbeitsbedingungen für Forscherinnen und Forscher zu schaffen und den Forscherberuf stärker zu etablieren. Die Fachhochschule Brandenburg hat in den Jahren 2013 bis 2014 eine interne Lückenanalyse durchgeführt, um die Qualität der Forschungsbedingungen und die Einhaltung der Prinzipien zu prüfen und daraus einen eigenen Maßnahmenplan erarbeitet und sich verpflichtet, den Stand der Umsetzung regelmäßig zu überprüfen.

Diese Auszeichnung, die Institutionen bei erfolgreicher Teilnahme an der HRS4R-Initiative von der Europäischen Kommission verliehen wird, dient im weltweiten Wettbewerb um hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Qualitätssiegel, das für faire und transparente Einstellungsverfahren, Achtung vor geistigen Eigentumsrechten sowie für ein stimulierendes Arbeitsumfeld mit ausreichenden Fortbildungsangeboten steht. Vier Jahre nach der Verleihung des Gütesiegels wird die hochschuleigene Human Resources Strategy for Researchers erneut von der Europäischen Kommission begutachtet.

HR Strategie für Forscherinnen und Forscher an der Fachhochschule Brandenburg

Unter der Leitung des Vizepräsidenten für Forschung und Technologietransfer wurde im Sommer 2013 ein dreiköpfiges Team zusammengestellt. Dieses Team entwickelte auf Basis der 40 Aspekte der C&C eine Vorgehensweise zur Erhebung der Daten. Insgesamt wurden drei methodische Zugänge gewählt, um an die notwendigen Daten zur Beurteilung der Gesamtsituation für Forscherinnen und Forscher an der Fachhochschule Brandenburg zu gelangen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Bereits bei der Entwicklung der Instrumente für die Durchführung der Lückenanalyse wurde deutlich, dass die Verantwortlichkeit zur Einhaltung und Weiterentwicklung der 40 Punkte in der „Charter and Code“ auf drei Ebenen zu verorten sind:

  1. Forscherinnen und Forscher sowie Betreuerinnen und Betreuer von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler übernehmen selbst die Verantwortung für die Einhaltung bestimmter Regeln und stehen für ihr Berufshandeln ein. Dazu gehört auch das aktive Einfordern bestimmter Bedingungen, die das Forschungshandeln in hoher Qualität erst ermöglichen. Diese Form der Verantwortungsübernahme geschieht in Eigenverantwortung und wird nicht von internen oder externen Instanzen kontrolliert. Die institutionelle Verantwor-tung der FHB ist darin zu sehen, sie dabei umfassend und nachhaltig zu unterstützen.
  2. Die FHB als Forschungsstandort sorgt mithilfe von Standards und Vereinbarungen dafür, dass Auswahl- und Einstellungsverfahren nach den Grundsätzen der „Charter and Code“ gesichert sind. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Qualität der Nachwuchsbetreuung gelegt. Die FHB sichert die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, wie Datenschutz, Patentrecht und Arbeitsschutz etc., durch regelmäßige Bildungsangebote und Informationen und stellt für ver-schiedene Aspekte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu Verfügung, z. B. für den Fall eines Einspruchs oder für Gleichstellungsfragen.
  3. Mittelgeber und Förderer sichern mit ihren jeweiligen Verträgen, dass jede Forschungstätigkeit durch ein angemessenes Verhältnis zwischen Leistung und Anerkennung, Nutzen und Auf-wand gekennzeichnet und dass der Zeit- und Arbeitsplan erfüllbar ist. Sie achten bereits bei der Auswahl der Angebote darauf, dass eine angemessene Entlohnung und eine hohe soziale Sicherheit für die zukünftig in den Projekten beschäftigten Forscherinnen und Forscher gewährleistet sind.

 

Auf Basis der Ergebnisse der Lückenanalyse wurden Maßnahmen formuliert, welche die Aspekte der „Charter and Code“ auf institutioneller Ebene sichern und verankern sollen. In der Übersicht werden langfristige und kurzfristige Ziele vorgeschlagen.