Wissenschaftliche Kolloquien

Die Wissenschaftlichen Kolloquien geben Professorinnen und Professoren, sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler die Möglichkeit der Hochschulöffentlichkeit ihre Forschung und deren Ergebnisse zu präsentieren. Auf diese Weise entsteht eine Austauschplattform für Wissenschaftler und Studierende. Gleichzeitig wird die Vielfältigkeit und Relevanz der Forschung an der Technischen Hochschule Brandenburg gezeigt.

Die Wissenschaftlichen Kolloquien finden jeweils an den unten aufgeführten Termine von 16:00 - 18:00 Uhr im Rittersaal der Technischen Hochschule Brandenburg in Deutsch oder Englisch statt. Neben der Fragerunde kann im Anschluss im gemütlichen Beisammensein weiter über die Fachthemen diskutiert werden.

 

Termine für das Wintersemester 2016/17

Termin Referenten Thema
01.02.2017 Prof. Dr. Jochen Scheeg Smart-Region - ländliche Herausforderungen neu gedacht
  Prof. Dr. Gerald Kell Das Projekt EuRISCOSi - schnellste digitale Informationsverarbeitung

 

24. Wissenschaftliches Kolloquium am 01. Februar 2017

Prof. Dr. Jochen Scheeg: Smart-Region - ländliche Herausforderungen neu gedacht

Im Rahmen des Projekts "D-smartRegion" werden die besonderen Anforderungen ländlicher Regionen für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung erforscht und auf Basis von Design Thinking-Methoden neue (digitale) Lösungen und Geschäftsmodelle entwickelt und prototypisch umgesetzt.

Prof. Dr. Gerald Kell: Das Projekt EuRISCOSi - schnellste digitale Informationsverarbeitung

Ausgehend von den physikalischen Grenzen bei der Erhöhung der Taktfrequenz wird zunächst eine neue Standardzellen-Bibliothek quasi als "Baukasten für jedermann" vorgestellt. Im aktuellen Design eines Operationsknotens wird auf Makros und auf neue Architekturen eingegangen.

 

23. Wissenschaftliches Kolloquium am 16. November 2016

Prof. Dr.-Ing. Katharina Löwe, Prof. Dr. Eberhard Beck und Prof. Dr. Thomas Schrader: Patientensicherheit - ein inderdisziplinärer Forschungsansatz

Bisheriges Risikomanagement im Krankenhaus konzentriert sich darauf, retrospektiv – nach Auftreten eines Fehlers oder eines Schadens – medizinische Prozesse bezüglich der Risiken zu analysieren und daraus Konsequenzen abzuleiten. Im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojektes wurde ein neuer Lösungsansatz für eine prospektive Risikoanalyse in medizinischen Umgebungen entwickelt.

 

Der Vortrag zeigt den aktuellen Stand in der Medizin auf, beschreibt die Notwendigkeit neuer Ansätze und gibt einen Einblick in die technischen Methoden der Risikoanalyse. Darauf aufbauend werden die neu entwickelten Modelle vorgestellt.

 

22. Wissenschaftliches Kolloquium am 19. Oktober 2016

Gruppe Prof. Dr. Hirsch und Gäste: "Towards Microfluidic and Stress Measurement Sensors - Aspects and Applications"

Mikrowellenemission infolge mechanischer Belastung von PZT-Keramiken
Alexander Aman1, Soeren Majcherek2, Stefan Palis2, Soeren Hirsch1

Phase-structural characteristics and physico-mechanical properties of functional metal-oxide micro-nanoporous coatings produced by PVD followed by modification with high-frequency currents
Aleksandr Fomin3, Marina Fomina3, Vladimir Koshuro3, Igor Rodionov3, Aleksandr Oseev2, Alexander Aman1, Stefan Palis2, Soeren Hirsch1

Determination of heterogenic hydrocarbon components by means of microfluidic sensor systems
Mykhailo Kutia4, Hanna Petrova4, Oleg Kravchenko5, Mykhailo Fyk4, Alexander Aman1, Stefan Palis2, Soeren Hirsch1

Determination of fractional composition of hydrocarbons by means of microfluidic sensor systems
Mykhailo Kutia4, Hanna Petrova4, Oleg Kravchenko5, Mykhailo Fyk4, Alexander Aman1, Stefan Palis2, Soeren Hirsch1

1Technische Hochschule Brandenburg, 2Otto-Guericke-Universität Magdeburg, 3Yuri Gagarin State Technical University Saratov, 4National Technical University "Kharkiv Polytechnic Institute", 5Podgorny Institute For Mechanical Engineering Problems

Prof. Dr. Gerald Kell

  • Erste Auswertung des Transferaudit
  • Antragstellung im BMBF-Programm Innovative Hochschule
  • Diskussionsstand: Initiative des MWFK zur Gründung einer landesweiten Graduiertenschule

 

Termine und Themen für das Sommersemester 2016

Termin Referenten Thema
27.04.2016 Prof. Dr. Sven-F. Goecke Towards a More Robust Automated Welding
  Prof. Dr. Michael Vollmer Physikalisches Potpourri - Farben heisser Quellen im Yellowstonepark, Luftspiegelungen im Infrarot und Planung des Sommerurlaubs 2017
  Dr. Regina Gerber Forschung durch Ausbildung:  Marie Skłodowska Curie Maßnahmen im EU-Forschungsprogramm HORIZON 2020
18.05.2016 Florian Knobloch Light on Demand using Visible Light Communication
  Prof. Dr. Katharina Frosch Personalentscheider als "Gatekeeper" in Forschung & Entwicklung: Empirische Ergebnisse für High-Tech Unternehmen in Deutschland 
  Diana Rosenthal Das Zentrum für Gründung und Technologietransfer (ZGT) stellt sich vor 
01.06.2016 Dr. Schrank Lebensdauervorhersage - Theorie und Praxis
  Marius Liefold, Dennis Wagner & Prof. Dr. Thomas Schrader mTriage+ - Rollout eines telemedizinischen Systems in Südwestindien
  Prof. Dr. Gerald Kell Forschungsaktivitäten im Blitzlicht
22.06.2016 Prof. Stefan Kim Splash & Crash - Simulationen von Naturphänomenen in der Computeranimation
  Prof. Dr. Hans H. Lembke Kriminalität in Banken und Versicherungen: Historische Fälle und Gegenwartsbezug

18. Wissenschaftliches Kolloquium am 27.04.2016

  1. Prof. Dr. Sven-F. Goecke: Towards a More Robust Automated Welding

  2. Prof. Dr. Michael Vollmer: Physikalisches Potpourri - Farben heisser Quellen im Yellowstonepark, Luftspiegelungen im Infrarot und Planung des Sommerurlaubs 2017

  3. Dr. Regina Gerber: Forschung durch Ausbildung:  Marie Skłodowska Curie Maßnahmen im EU-Forschungsprogramm HORIZON 2020

    Das Rahmenprogramm wurde von der Europäischen Kommission für die Jahre 2014 bis 2020 unter dem Titel Horizon 2020 verabschiedet. Es stellt weltweit das finanzstärkste Förderprogramm für Forschung und Innovation dar und ist über die gesamte Laufzeit mit knapp 80 Milliarden € ausgestattet. Die Antragstellung für und die Abwicklung von Projekten aus diesem Programm unterscheiden sich deutlich von den gewohnten nationalen Projekten. Allein der internationale Rahmen, die zunehmende Nutzung elektronischer Medien, die umfangreichen Antragsdokumente, Vertragstexte und Leitfäden in englischer Sprache, wechselnde oder fehlende Ansprechpartner und viele Unwägbarkeiten mehr können schon zu Beginn entmutigen. Andererseits zeigen die Erfahrungen, dass sich unter der Fülle unterschiedlicher Maßnahmen einzelne verbergen, die auch für EU-Unerfahrene attraktive Möglichkeiten bieten, sich international zu vernetzen und einen eigenständigen Beitrag zur europäischen Forschung zu leisten. Der Vortrag wird sich auf die Maßnahmen des Marie Skłodowska Curie Programms konzentrieren, die für die Technische Hochschule Brandenburg nicht nur eine Antragstellung möglich machen, sondern für die anwendungsbezogene und praxisorientierte Forschung geradezu vorausgesetzt werden.

19. Wissenschaftliches Kolloquium am 18.05.2016

  1. Florian Knobloch: Light on Demand using Visible Light Communication

    The PhD research project KomLux conducting at the Brandenburg University of Applied Sciences deals with Light on Demand (LoD) Systems and Visible Light Communications (VLC). The aim is to increase the LED light energy efficiency for public street lighting. In the future, streetlights are communicating using VLC for an adaptive dimming procedure. The object of research is the investigation of VLC-Systems with low latency and their dependencies. Theoretical and practical results are shown for the data and error rate according to DIN EN 31 201.
  2. Prof. Dr. Katharina Frosch: Personalentscheider als "Gatekeeper" in Forschung & Entwicklung: Empirische Ergebnisse für High-Tech Unternehmen in Deutschland

  3. Diana Rosenthal: Das Zentrum für Gründung und Technologietransfer (ZGT) stellt sich vor

20. Wissenschaftliches Kolloquium

  1. Dr. Schrank: Lebensdauervorhersage - Theorie und Praxis

  2. Marius Liefold, Dennis Wagner & Prof. Dr. Thomas Schrader: mTriage+ - Rollout eines telemedizinischen Systems in Südwestindien

  3. Prof. Dr. Gerald Kell: Forschungsaktivitäten im Blitzlicht

    Alle Teilnehmenden, die aktiv Forschung an unserer Hochschule betreiben, können in maximal 5 Minuten und ohne Powerpoint-Präsentationen in freier Rede über die Motive und Zielstellungen der aktuellen oder geplanten Forschungsaktivitäten berichten und mögliche Ansatzpunkte für eine Vernetzung innerhalb unserer Hochschule aufzeigen.

21. Wissenschaftliches Kolloquium

  1. Prof. Stefan Kim: Splash & Crash - Simulationen von Naturphänomenen in der Computeranimation

  2. Prof. Dr. Hans H. Lembke - Kriminalität in Banken und Versicherungen: Historische Fälle und Gegenwartsbezug

    Kriminalität in mittleren und großen Finanz-Unternehmen erregt seit Jahrhunderten öffentliches Interesse. Denn es trifft Personen, andere Firmen, auch ganze Teile der Wirtschaft und führt nicht selten zu politischen Spannungen, mit bisweilen grenzüberschreitender Wirkung. Dies zeigen ausgewählte Fälle, die sich in der Zeitspanne von 1885 bis 1945 ereigneten und auf neueres Geschehen in der Finanzwelt beziehen lassen. Im Zentrum der Darstellung steht der europäische Lebensversicherer Phönix. Sein Absturz in 1936 lässt sich mit dem Skandal vergleichen, der 2008 in der American International Group kulminierte, dem bis dahin weltgrößten Versicherer. In beiden Fällen trug Wirtschaftskriminalität zur Bildung einer kritischen Masse bei, die sich mit einer weitreichenden Zerrüttung von Finanzmärkten hätte entladen können.

 

Termine und Themen für das Wintersemester 2015/16

Termin Referenten Thema

23.09.2015

Dr. Suchand Sandeep Chandramathi Sukumaran Carrier multiplication and dynamics of charges in connected quantum dot films: Towards third‐generation solar cells
  Christine Tschöll Sozial- und Strukturwandel in ländlichen Gebieten Südtirols (Norditalien): Eine Längsschnitt-Fallstudie
18.11.2015 Prof. Dr. Arno Fischer  Feierliche Amtsübergabe des "alten" und "neuen" Vizepräsidenten für Forschung und Technologietranfser  
  Prof. Dr. Gerald Kell 
20.01.2015 Prof. Dr. Michael Höding Alternative Ansätze für den Einstieg in die Programmierung für Wirtschaftsinformatikstudierende
  Prof. Dr. Bettina Burger-Menzel Human network behavior and the challenge of eco-related systemic change
  Prof. Dr.-Ing. Gerald Kell Diskussion: Entwicklung der Forschungsschwerpunkte der Fachhochschule Brandenburg

15. Wissenschaftliches Kolloquium am 23.09.2015

  1. Dr. Suchand Sandeep Chandramathi Sukumaran: Carrier multiplication and dynamics of charges in connected quantum dot films: Towards third‐generation solar cells

    Quantum dots (QDs) are semiconducting nanoparticles with size-dependent bandgaps. QDs are of particular interest for photovoltaic applications due to their easy bandgap tunability, strong light absorption, inexpensive synthesis, and availability of efficiency enhancement concepts such as multiple exciton generation and hot carrier extraction.
    In conventional solar cells incident photons generate one electron–hole pair (exciton), and any excess photon energy is lost as heat. As this is one of the most important limiting factors of the solar cell efficiency, the generation of multiple excitons per absorbed photon (known as multiple exciton generation or carrier multiplication) in colloidal quantum dots has attracted a lot of attention. Here we show that carrier multiplication occurs in strongly-coupled PbSe QD films and the free charge carriers produced via carrier multiplication are readily available for use in optoelectronic devices even without employing any complex donor/acceptor architecture or electric fields. We also show that by tuning the charge carrier mobility in QD films, carrier multiplication can be optimized so as to give efficiency as high as that seen in colloidal dispersion. Our recent studies showed that by suitable chemical treatment, it is possible to create connected network of quantum dots as super-lattices to increase the conductivity of these structures, whilst preserving the quantum confinement in the individual quantum dots. These super-lattices show ordered structure, even on an atomic scale. Currently we are investigating these superlattices by ultrafast x-ray diffraction to observe their time resolved lattice dynamics. These experimental results will shed light on the complex interplay of localization and delocalization of the electrons, excitons and phonons in these superlattices.
  2. Christine Tschöll: Sozial- und Strukturwandel in ländlichen Gebieten Südtirols (Norditalien): Eine Längsschnitt-Fallstudie

    Das PhD-Forschungsprojekt befasst sich mit dem sozialen Wandel und den Bewältigungsstrategien von Individuum und Gesellschaft in ländlichen Gebieten, welche in Form von Betriebsschließung des größten Arbeitgebers von einer Änderung der strukturellen Gegebenheiten (Arbeitsmarkt, Familienstruktur, Dorfgemeinschaft usw.) betroffen sind. Zudem beschäftigt es sich mit dem Einfluss von arbeitsbezogenen Unsicherheiten, steigenden sozialen Ungleichheiten mit einem regionalen Schwerpunkt in Südtirol - einer multikulturellen, ländlichen Provinz im Norden Italiens, welche an der Grenze zu Österreich liegt.
    Im Rahmen des Forschungsprojektes wird eine Längsschnitt-Fallstudie, im Zeitraum 2014 bis 2016, in einem Südtiroler Tal durchgeführt: Im November 2013 hat der größte Arbeitgeber des Passeiertales, ein international tätiges Industrieunternehmen mit neun Werken in Europa sowie USA und insgesamt ungefähr 3.000 Mitarbeitern, angekündigt, mit Ende des Jahres, den Produktionsbetrieb im Tal zu schließen und die Verwaltung zu verlagern.
    Dreizehn Betroffene, Angehörige und Experten werden begleitet und zu drei verschiedenen Zeitpunkten durch themenzentrierte Interviews befragt. Die erste Interview-Session ist beendet, erste Ergebnisse des Projekts und Überlegungen zur Fallstudie werden vorgestellt.

Forschung und Entwicklung an der Technischen Hochschule Brandenburg

Das Forschungsprofil der Technischen Hochschule wurde seit der Gründung im Einklang mit dem Aufbau von Laboreinrichtungen und Studiengängen entwickelt. Dabei hat sich die THB am Bedarf der Region orientiert und sich auf interessante Zukunftsfelder konzentriert. 

Die wesentlichen Schwerpunkte sind:

  • Fachbereich Technik: Mikrotechnologie, Mechatronik, Lasermaterialbearbeitung, Energieeffizienz technischer Systeme, Fertigungs- und Produktionstechnik

  • Fachbereich Wirtschaft: Innovationsmanagement, Gründungsförderung, Mittelstandsorientierte BWL, Unternehmensnachfolge, B-to-B-Marketing, Technologiepolitik, Personalmanagement, Digitalisierung, Sicherheit, Betriebliche Anwendungssysteme, Informationsmanagement sowie Kooperative Prozesse und Wissensmodellierung

  • Fachbereich Informatik und Medien: Digitale Medien, Security and Forensics, Intelligente Systeme, Technische Informatik, Medizininformatik sowie Network and Mobile Computing

Neben diesen Hautpschwerpunkten gibt es eine Fülle weiterer, interessanter Kompetenzen, die für eine umfassende Ausbildung in den Studiengängen notwendig sind. Entsprechend den technologischen wissenschaftlichen Entwicklungen ist die weitere Ausbildung des Forschungsprofils der THB ein dynamischer Prozess.

Ein Beispiel dafür ist die hochschulweite Zusammenarbeit, durch die der übergreifende Forschungsschwerpunkt Interdisziplinäre Sicherheitsforschung etabliert wurde. Damit ist die THB auf der Forschungslandkarte der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vertreten.

Interdisziplinäre Sicherheitsforschung an der FH Brandenburg

Alle zwei Jahre stellt die THB im ihre laufenden Forschungsprojekte im Rahmen eines ausführlichen Forschungsbericht vor. Nähere Informationen zu den Kompetenzfeldern der THB finden Sie auf den Seiten der Fachbereiche und im Forschungsindex der THB (derzeit in Überarbeitung).

Human Resources Strategy for Researchers (HRS4R)

HR Excellence in ResearchDie Fachhochschule Brandenburg (FHB) ist ein relativ junger Hochschulstandort mit wirtschaftlichen und technischen Studiengängen und verfolgt seit ihrer Gründung 1992 den Ausbau und die Vertiefung ihrer Forschungsaktivitäten. Die FHB bekennt sich zu den Prinzipien der „European Charter for Researchers and The Code of Conduct for Recruitment“ und setzt die europäische Initiative „Human Resources Strategy for Researchers“ (HRS4R) um. Diese will das Bewusstsein für eine Forschungskultur an Hochschulen stärken und die Umsetzung der Prinzipien der Europäischen Charta für Forschende und des Verhaltenskodex für die Einstellung von Forschenden an der Fachhochschule Brandenburg fördern.

Ziele von HRS4R

Ein Ziel ist es, mit qualitätsgesichertem Personalmanagement bessere Arbeitsbedingungen für Forscherinnen und Forscher zu schaffen und den Forscherberuf stärker zu etablieren. Die Fachhochschule Brandenburg hat in den Jahren 2013 bis 2014 eine interne Lückenanalyse durchgeführt, um die Qualität der Forschungsbedingungen und die Einhaltung der Prinzipien zu prüfen und daraus einen eigenen Maßnahmenplan erarbeitet und sich verpflichtet, den Stand der Umsetzung regelmäßig zu überprüfen.

Diese Auszeichnung, die Institutionen bei erfolgreicher Teilnahme an der HRS4R-Initiative von der Europäischen Kommission verliehen wird, dient im weltweiten Wettbewerb um hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Qualitätssiegel, das für faire und transparente Einstellungsverfahren, Achtung vor geistigen Eigentumsrechten sowie für ein stimulierendes Arbeitsumfeld mit ausreichenden Fortbildungsangeboten steht. Vier Jahre nach der Verleihung des Gütesiegels wird die hochschuleigene Human Resources Strategy for Researchers erneut von der Europäischen Kommission begutachtet.

HR Strategie für Forscherinnen und Forscher an der Fachhochschule Brandenburg

Unter der Leitung des Vizepräsidenten für Forschung und Technologietransfer wurde im Sommer 2013 ein dreiköpfiges Team zusammengestellt. Dieses Team entwickelte auf Basis der 40 Aspekte der C&C eine Vorgehensweise zur Erhebung der Daten. Insgesamt wurden drei methodische Zugänge gewählt, um an die notwendigen Daten zur Beurteilung der Gesamtsituation für Forscherinnen und Forscher an der Fachhochschule Brandenburg zu gelangen.

Zusammenfassung der Ergebnisse

Bereits bei der Entwicklung der Instrumente für die Durchführung der Lückenanalyse wurde deutlich, dass die Verantwortlichkeit zur Einhaltung und Weiterentwicklung der 40 Punkte in der „Charter and Code“ auf drei Ebenen zu verorten sind:

  1. Forscherinnen und Forscher sowie Betreuerinnen und Betreuer von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler übernehmen selbst die Verantwortung für die Einhaltung bestimmter Regeln und stehen für ihr Berufshandeln ein. Dazu gehört auch das aktive Einfordern bestimmter Bedingungen, die das Forschungshandeln in hoher Qualität erst ermöglichen. Diese Form der Verantwortungsübernahme geschieht in Eigenverantwortung und wird nicht von internen oder externen Instanzen kontrolliert. Die institutionelle Verantwor-tung der FHB ist darin zu sehen, sie dabei umfassend und nachhaltig zu unterstützen.
  2. Die FHB als Forschungsstandort sorgt mithilfe von Standards und Vereinbarungen dafür, dass Auswahl- und Einstellungsverfahren nach den Grundsätzen der „Charter and Code“ gesichert sind. Besondere Aufmerksamkeit wird auf die Qualität der Nachwuchsbetreuung gelegt. Die FHB sichert die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, wie Datenschutz, Patentrecht und Arbeitsschutz etc., durch regelmäßige Bildungsangebote und Informationen und stellt für ver-schiedene Aspekte Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zu Verfügung, z. B. für den Fall eines Einspruchs oder für Gleichstellungsfragen.
  3. Mittelgeber und Förderer sichern mit ihren jeweiligen Verträgen, dass jede Forschungstätigkeit durch ein angemessenes Verhältnis zwischen Leistung und Anerkennung, Nutzen und Auf-wand gekennzeichnet und dass der Zeit- und Arbeitsplan erfüllbar ist. Sie achten bereits bei der Auswahl der Angebote darauf, dass eine angemessene Entlohnung und eine hohe soziale Sicherheit für die zukünftig in den Projekten beschäftigten Forscherinnen und Forscher gewährleistet sind.

 

Auf Basis der Ergebnisse der Lückenanalyse wurden Maßnahmen formuliert, welche die Aspekte der „Charter and Code“ auf institutioneller Ebene sichern und verankern sollen. In der Übersicht werden langfristige und kurzfristige Ziele vorgeschlagen.